Allgemeine Infos zum Rußpartikelfilter (DPF-Info)

Alle neuen Dieselfahrzeuge sind mit sogenannten Wandstromfiltern versehen. Die Dieselpartikelfilter (DPF) filtern die Rußpartikel (Dieselruß) aus den Abgasen heraus. Diese festen Partikel setzen sich in der Wabenstruktur des Partikelfilters fest und verstopfen nach und nach den Filter immer weiter. Sobald ein gewisser Gegendruck im Filter erreicht ist, startet die Fahrzeugelektronik die interne Regeneration, wobei die Rußpartikel im Filter zu Asche verbrannt werden. Von dieser Verbrennung sind aber nur die oberen Rußschichten betroffen, so dass der Filter sich nach und nach mit Ruß und Asche zusetzt. Je nach Filtergröße sammeln sich hier zwischen ca. 60-200 g Asche an.

Durch den steigenden Aschegehalt im Filter verringert sich das freie Filtervolumen konstant und die Motorelektronik startet die Regenerationen immer häufiger. Dadurch erhöht sich der Abgasgegendruck sowie der Kraftstoffverbrauch, und die Motorleistung wird verringert.

Kurz- oder Langstrecke?

Je nach Fahrverhalten der Kunden fällt entweder feuchter Ruß (Kurzstrecken) oder trocken Ruß (Mittel-/Langstrecken) an. Feuchter Ruß verstopft den Filter um einiges schneller als trockener Ruß. Somit können sich Rußfilter bei reinen Kurzstrecken bereits bei ca. 70.000 km zusetzen, bei Mittelstreckenfahrzeuge bei ca. 100.000 km und Langstreckenfahrzeuge ab ca. 150.000 km.

Ein Beispiel

Das nachfolgende Beispiel zeigt auf, warum es bei Kurzstreckenfahrten regelmäßig zu Problemen mit dem Dieselpartikelfilter kommen kann:

Herr Beispiel fährt täglich 18 km zur Arbeit und der Weg führt hauptsächlich durch die Stadt, d.h. überwiegend Stop and Go Verkehr. Durch diese kurze Fahrstrecke erreichen Wasser- und Öltemperatur knapp die erforderlichen Betriebstemperaturen. Sobald der Wagen dann eine gewisse Motortemperatur erreicht hat, startet zwar die Regeneration, wird aber aufgrund der kurzen Fahrzeit immer wieder unterbrochen. Der Filter setzt sich also nach und nach mit feuchtem klebrigen Ruß zu.

Wird der Filter jetzt nicht unverzüglich gereinigt oder ausgetauscht, können Folgeschäden (AGR-Ventil, Turbolader, etc.) nicht ausgeschlossen werden, da das Fahrzeug ja irgendwo mit dem Abgasgegendruck hin muss. Im günstigsten Fall geht das Fahrzeug in den Notlauf und kann nur noch mit reduzierter Fahrleistung betrieben werden.

Der Kauf eines neuen originalen Filters ist mit erheblichen Kosten verbunden. In der Regel liegen neue Dieselpartikelfilter zwischen 1.000 und 4.000 Euro je nach Fahrzeugmodell. Alternativ können wir Ihren Partikelfilter kostengünstig reinigen!

Geschichte des Rußpartikelfilters

Erste Versuche zur Abgasreinigung gab es bereits im Ersten Weltkrieg. Hier handelte man allerdings aus Gründen der Tarnung, um die sichtbaren Rauchfahnen von Schiffen zuverhindern. Im Automobilbereich konnte Peugeot schließlich im Jahre 2000 den Durchbruch der Filtertechnologie für sich verbuchen. Als erster Hersteller stattete man ein Modell serienmäßig mit einem Rußpartikelfilter aus. Mittlerweile kann sich ein Automobilhersteller kaum mehr erlauben, seine Fahrzeuge ohne Dieselpartikelfilter anzubieten. Über den Pkw-Bereich hinaus sind Filter etwa bei Lkw, Baumaschinen oder in geschlossenen Räumen laufenden Maschinen sinnvoll und gesetzlich vorgeschrieben.

Rußfilter nachrüsten

Für die nicht ab Werk mit einem Filter ausgestatteten Fahrzeuge empfiehlt sich eine Umrüstung, wobei Nebenstromfilter einfacher nachzurüsten sind. Die steuerliche Förderung der Rußfilterpartikelfilter-Nachrüstung lief Ende 2010 aus, der Steueraufschlag für nicht umgerüstete Diesel-Pkw Ende März 2011.

Umweltschonend

So ist die Nutzung von Rußpartikelfiltern in vielerlei Hinsicht vorteilhaft: Umwelt und menschliche Gesundheit werden geschont, indem die Belastung durch Rußpartikel reduziert oder vermieden wird. Darüber hinaus wirkt sich ein Dieselpartikelfilter (DPF) positiv auf den Fahrzeugwert aus.