WENN DER RUSSFILTER ERST MAL VOLL IST ..

Rußfilter in modernen Kraftfahrzeugen sind in der Lage, eine Reduzierung der entstehenden Rußpartikelemissionen um bis zu 98% zu erreichen. Diese Nachbehandlung der Abgase ist technisch anspruchsvoll und geschieht vom Fahrer unbemerkt – solange der Rußfilter störungsfrei arbeitet.

Grundsätzlich müssen alle Abgase der Kraftstoffverbrennung den Rußfilter durchströmen. Dabei werden größere Teilchen wie etwa Dieselruß herausgefiltert und im Filter festgehalten, während gasförmige Schadstoffe den Rußfilter einfach passieren können. Es handelt sich also um einen mechanischen Filter, wohingegen ein Katalysator aufgrund einer chemischen Reaktion die Abgase reinigt.

Ein Rußfilter ist ähnlich wie eine Autobatterie: man bemerkt das Bauteil erst, wenn es nicht mehr richtig funktioniert. So kann sich im Rußfilter neben Dieselruß auch Asche ansammeln und den Filter verstopfen.

REINIGUNG GEGENÜBER AUSTAUSCH

Asche ist als Verbrennungsprodukt nicht mehr – wie die ebenfalls vorhandene Rußschicht – durch die filtereigene sog. Regeneration abbrennbar und lagert sich folglich im Rußfilter ab. Dieses Problem, wenn sprichwörtlich der Rußfilter voll ist, hängt zu einem großen Teil von der Nutzung des Fahrzeuges ab, kurze Strecken wirken sich z.B. ungünstig auf die Lebensdauer des DPF aus.

Wenn es also per Warnanzeige im Fahrzeug heißt „DPF voll“, dann kann man diesen gegen einen neuen Filter austauschen oder den Rußfilterfilter reinigen lassen. Ein Austausch ist relativ kostspielig, die professionelle Reinigung des Rußfilters hingegen die günstigere Alternative. Dabei wird dieser entweder stationär „freigebrannt“ oder mit einer chemischen Reinigungslösung gespült. Nach einer professionell durchgeführten Reinigung hat ein ehemals voller Rußfilter das Durchströmverhalten eines Neufilters, ohne dass ein Austausch notwendig ist. Der Russfilteraustausch ist also keine gute Alternative zur Reinigung.