Chiptuning und der DPF

Häufig werden wir von unseren Kunden auf eventuelle Auswirkungen eines Chiptunings auf den Dieselpartikelfilter (DPF) angesprochen.

Auch in vielen Internetforen ist vermehrt von defekten Dieselpartikelfilterns als Folge eines Chiptunings zu lesen.

Der Wunsch einer möglichen Leistungssteigerung des eigenen Pkws bis zu mehr als 50 PS für ein paar Hundert Euro verleitet dabei immer mehr Menschen zum Chip-Tuning.

Schnell ist im Internet ein vermeintlich geeigneter Anbieter gefunden sowie kontaktiert und schon bald der eigene Pkw ‚chip-getunt‘.

Die möglichen Folgen eines solch massiven Eingriffs in das Fahrzeugherz sind dabei vielen auf Anhieb nicht bewusst. Denn: Chiptuning stellt eine große Veränderung des Steuergerätes eines Pkws dar – und ohne dieses geht nichts!

Im folgenden Beitrag wollen wir Ihnen die Vor- und Nachteile des Chip-Tunings hinsichtlich der Folgen für Motor und DPF aufzeigen.

Chiptuning – was ist das?

Beim Chiptuning werden Anpassungen an der Motorsteuerung vorgenommen, die eine Leistungssteigerung des Motors herbeiführen. Großer Vorteil des Chiptunings ist, dass die Leistung des Pkws ohne den Austausch von Bauteilen gesteigert werden kann.

Warum geht das?

Das ist ganz einfach. Die Motorsteuerung überwacht verschiedene Parameter, wie Temperatur oder Last. Hierzu sind im gesamten Pkw Sensoren verteilt, die diverse Daten erfassen.

Anhand dieser Daten passt das Steuergerät schließlich das Fahrverhalten an, indem es u.a. die Kraftstoffeinspritzung, den Zündwinkel sowie den Ladedruck reguliert.

Mit anderen Worten garantiert das Steuergerät das optimale Fahrverhalten des Pkws unter Berücksichtigung der aktuellen Gegebenheiten wie auch der Abgasnormen.

Wie das Steuergerät letztendlich in welcher Situation reagiert, wird vom Hersteller standardmäßig festgelegt.

Durch Chiptuning wird in genau diesen Prozess eingegriffen. Hierzu gibt es unterschiedliche Verfahren, die allesamt auf dasselbe Ergebnis abzielen – Veränderungen in der Motorsteuerung.

So können entweder an den Kennfeldern Änderungen vorgenommen oder dem Steuergerät falsche Werte übermittelt werden.

Chiptuning: Schädlich für Motor und DPF

Viele Kunden kommen mit der Frage auf uns zu, ob Chiptuning schädlich für den Motor bzw. den Dieselpartikelfilter ist. Diese Frage muss – zumindest auf langfristige Sicht – mit einem klaren JA beantwortet werden.

Die mittels Chiptuning erzielte Leistungssteigerung kommt nicht von ungefähr und wird in der Regel durch die gesteigerte Zufuhr von Luft sowie Sprit herbeigeführt.

Dadurch steigt wiederum automatisch die Belastung und der Verschleiß des Motors.

Die bloße Erhöhung des Verschleißes stellt allerdings den Optimalfall erwarteter Nebenwirkungen des Chiptunings dar.

Viele Bauteile des Motors und des Antriebsstrangs können der hohen Belastung als Folge des Chiptunings oftmals nicht standhalten.

Ein Beispiel hierfür ist der Turbolader. Um mehr Luft erzeugen zu können, ist eine Erhöhung der Drehzahlen notwendig. Für diese hohen Drehzahlen sind die Schaufelräder des Turboladers oftmals nicht konzipiert. Dies hat weitreichende Folgen – bis zum endgültigen Defekt des Turboladers.

Zudem beanspruchen chip-getunte Autos mehr Sprit, was weitere Probleme zur Folge hat. Denn: die Zusatzmenge an Kraftstoff muss mit durch die serienmäßigen Einspritzdrüsen gedrückt werden.

Da diese allerdings nicht für eine solche Menge an Sprit vorgesehen sind, muss die Einspritzdauer verlängert werden.

Durch die verlängerte Einspritzdauer wird wiederum auf den bereits abwärts sinkenden Kolben gespritzt. Dieser kann als Folge überhitzen, und außerdem gelangt unverbrannter Kraftstoff in den Rußpartikelfilter.

Kommt es nun zum Freibrennen und somit zu Extremtemperaturen im Bereich von 1000 Grad, kann der mit Ruß und Sprit gesättigte Filter sogar schmelzen!

Doch auch Benzinmotoren, die über keinen DPF verfügen, werden stark in Mitleidenschaft gezogen. Bei diesen leidet insbesondere der Katalysator unter den hohen Temperaturen.

Im Allgemeinen leidet die Kraftübertragung des Pkw unter einem Chiptuning. Wie zu sehen, löst ein Problem eine Kette weiterer Probleme aus, die es zu beheben gilt.

Es ist also, nicht nur aus DPF-Sicht, eher fragwürdig, das eigene Auto chip-tunen zu lassen, nur um ein paar mehr PS aus dem Pkw rausholen zu können.

DPF: Vorteile des Chiptunings mit Bedacht genießen!

Ob Sie nun ein Pkw mit oder ohne DPF fahren – durch Chiptuning erhöht sich der Verschleiß Ihres Autos immens.

Wenn Sie dennoch überzeugt davon sind, die Leistung Ihres Pkws durch ein Chiptuning steigern zu wollen, können wir Ihnen nur dazu raten, einen zertifizierten Experten aufzusuchen.

Nur bei einem solchen können Sie sich darauf verlassen, eine ausgereifte Software zu erhalten, die individuell auf Ihr Auto abgestimmt wurde.

Zudem kann nur qualifiziertes Personal wirklich beurteilen, ob es überhaupt möglich ist, dass jeweilige Auto mittels Chiptuning zu modifizieren.

„Wir – die Barten GmbH – empfehlen Ihnen bei einem chip-getunten Auto die regelmäßige Überwachung des Aschewertes und kontinuierliche Reinigung des Dieselpartikelfilters, damit Sie die Vorteile des Chiptunings unter Einhaltung der Abgasnormen möglichst lange genießen können! Denn: Aufgrund der erhöhten Dieseleinspritzung steigert sich die in den Abgasen enthaltene Partikelanzahl, wodurch der Filter stärker mit Ruß als auch Asche beladen wird. Das maximale Auffangvolumen des DPFs wird somit deutlich schneller als im regulären Betrieb erreicht.“

Gerne sind wir bei allen weiteren Fragen zu Chiptuning und den Auswirkungen auf den DPF Ihr erster Ansprechpartner!