Dieselpartikelfilter gelten als technisch einfachste Lösung, um Feinstaub (krebserregende Partikel) in den Emissionen von Dieselmotoren zuverlässig auf ein Minimum zu reduzieren.

Doch was ist Feinstaub überhaupt?

Feinstaub macht einen großen Anteil des sich in der Luft befindlichen Schwebestaubs aus.

Die Entstehung von Feinstaub ist dabei sowohl auf natürliche wie auch anthropogene (menschliche) Ursachen zurückzuführen.

Primär verantwortlich für die Entstehung von Feinstaub sind u.a. Gesteins-Erosionen, Kleinstlebewesen, Pflanzen, Waldbrände sowie die immer weiter fortschreitende Mobilität des Menschen.

Allein durch den Straßenverkehr entstehen jährlich 42.000 Tonnen Feinstaub, die es zu reduzieren gilt, um sowohl die Umwelt als auch den menschlichen Organismus langfristig vor Belastungen durch zu hohe Feinstaubwerte zu schützen.

Wie schädigt Feinstaub die Gesundheit?

Die bei der Verbrennung entstehenden Feinstaubpartikel werden heute vermehrt für die negativen Auswirkungen von Verunreinigungen der Luft verantwortlich gemacht, sodass Grenzwerte für die Feinstaubbelastung der Luft festgelegt worden sind.

Feinstaub gilt als besonders belastend für die menschliche Gesundheit, da kleinste Rußpartikel nicht von der Nase bzw. den Bronchien gefiltert werden, somit ungehindert in die Lunge einströmen können und dort irreparable Schäden hervorrufen.

Über die Atemwege gelangt der Feinstaub bis in die Lungenbläschen, lagert sich dort ab und schädigt nachhaltig die Lunge.

Hierbei muss allerdings zwischen natürlichem – den Menschen nichtschädigenden – und anthropogenen Feinstaub unterschieden werden.

So beschädigt natürlicher Feinstaub – wie u.a. Meeressalze– die Lunge nicht und übt aufgrund der Wasserlöslichkeit sogar eine regenerative Wirkung aus, weshalb beliebte Kurgebiete einen hohen Anteil an natürlichem Feinstaub aufweisen. (Norderney)

Grundsätzlich bei der ausgehenden Gefährdung durch Feinstaub gilt, dass je kleiner ein Partikel ist, desto tiefer kann dieser in die Lunge eindringen und sich dort ablagern.

Mit der Zeit gelangen vermehrt ultrafeine Teilchen in die Lungenbläschen, wo sie nur sehr langsam oder gar nicht wieder entfernt werden. Häufige Folge – neben zahlreichen Erkrankungen der Atemwege – ist die Entstehung einer Staublunge.

Welchen Stellenwert nehmen Dieselpartikelfilter für den Erhalt der Gesundheit ein?

Partikelfilter reduzieren den Ausstoß von Feinpartikeln nahezu vollständig.
Dennoch ist der Straßenverkehr für nur lediglich etwa 17% der bundesweiten Feinstaubbelastung verantwortlich, weshalb das Verbesserungspotenzial von Dieselpartikelfiltern hinsichtlich der Feinstaubbelastung nicht überschätzt werden sollte.

Allerdings wäre die Feinstaubbelastung ohne den Einsatz von Partikelfiltern und festgelegten Feinstaubgrenzwerten wesentlich höher, weshalb der Einsatz (damit eng verbunden die regelmäßige Reinigung) eines DPFs sowohl die Umwelt wie auch menschliche Gesundheit schont!

Ebenfalls problematisch ist, dass durch Zunahme der direkteinspritzenden Otto-Motoren (Benziner) eine neue – noch nicht absehbare – Quelle von Feinstaub entstehen kann.